κτῆμα ἐς ἀεί! – „Ein Besitz für immer“

Griechenlandfahrt der 9. und 10. Klassen

Die Griechenlandfahrt der Griechischschüler der 9. und 10. Klassen, organisiert vom P-Seminar „Studienfahrt Griechenland“.

Unsere Fahrt begann am Freitag, den 15.05.2015, als wir am Abend in unseren Bus stiegen und nach Ancona fuhren. Von da ging es dann am Samstagnachmittag auf die Fähre nach Igoumenitsa.

Dort begrüßten uns warme Temperaturen und Sonnenschein, was uns auf der ganzen Fahrt begleiten sollte. Nach einem Frühstück mit Kaffee und Kuchen besuchten wir am Sonntag das Nekromanteion, ein Totenorakel, und wanderten durch den Acheron, einen der Unterweltflüsse. Wir konnten uns allerdings aus den Fängen des Totenreiches befreien und setzten unseren Weg zu unserem ersten Übernachtungsort, Nafpaktos, fort.

ma_griechenland_1Am nächsten Tag ging es nach Delphi, der antiken Orakelstätte des Apoll. Nach der durchaus anstrengenden, aber auch interessanten Besichtigung des Orakels fuhren wir mit einem Zwischenstopp im Kloster Osios Lukas weiter in die Hauptstadt Griechenlands, Athen.

Am Tag darauf erkundeten wir in verschiedenen Gruppen die Stadt. So sahen wir u.a. die Akropolis und die Agora, aber auch unbekanntere Ecken, um diese anschließend selbst erobern zu dürfen. Mit meist erleichterten Geldbeuteln besuchten wir am nächsten Morgen das archäologische Nationalmuseum und reisten dann weiter auf die Peloponnes.

Dort erklommen wir die Burganlage Akrokorinth, die uns einen fantastischen Blick auf die Umgebung bot, und machten dann noch einen Zwischenstopp am Isthmos. Nachdem wir uns mit Souvlaki gestärkt hatten, ging es weiter nach Tolo, wo für die nächsten drei Nächte unser Zuhause sein sollte.

Tags darauf fuhren wir zunächst nach Tiryns, einer Burganlage aus späthelladischer Zeit. Dort konnten wir uns einen guten Überblick über den Aufbau einer solchen Anlage verschaffen. Mit unserem neu erlangten Wissen ging es weiter nach Mykene. Hier lagen zwei verschiedene Grabarten (Schacht- und Kuppelgräber) im Fokus unseres Interesses. Schließlich steuerten wir unser drittes Tagesziel an, das Stadion von Nemea. Den Rest des Nachmittags hatten wir zur freien Verfügung.

Am nächsten Tag ging es nachmittags nach Epidauros und Nafplion. Epidauros ist bekannt für sein Theater, aber man findet dort auch eine Heilstätte des Asklepios. Von der Festungsanlage von Nafplion aus hatten wir später eine faszinierende Aussicht auf das Meer und die Stadt selbst, deren verwinkelte Altstadt wir später unsicher machten.

Tolo zurücklassend fuhren wir am Samstag stetig gen Süden und besuchten unterwegs Agia Theodora, eine kleine Kirche mit 17 Bäumen auf dem Dach, und Messene.

Nach einer Übernachtung in Kalamata ging es weiter zum Kloster Metamorphosis. Dort durften wir zunächst einen Teil des Gottesdienstes miterleben. Anschließend unterhielten wir uns mit Abt Gabriel über das antike und heutige Griechenland. Wichtiger Teil des Klosterbesuchs war auch die Übergabe von Spenden, die wir an unserer Schule gesammelt hatten. Deren Verteilung wird durch die Mönche des Klosters organisiert, sämtliche Gelder kommen in Armut lebenden Griechen zugute.

ma_griechenland_2Danach fuhren wir weiter nach Olympia. Abgesehen von einem Stadion, in dem wir auch einen Wettlauf veranstalteten, gab es den heiligen Bezirk mit seinen Tempeln zu bestaunen. Nach dem Besuch des Museums von Olympia am nächsten Morgen ging es weiter zum Schlammbad von Loutra Kyllini. Die Heilkraft des Schlammes war schon in der Antike bekannt, und auch wir nutzten sie. Nach der Säuberung vom Schlamm fuhren wir noch an den Golden Beach, den viele zu einem letzten Baden im griechischen Meer nutzten.

Dann mussten wir leider schon wieder von Patras aus mit der Fähre die Heimreise antreten. Am frühen Morgen des 27.5.2015 kamen wir dann müde, aber um viele Erfahrungen und Eindrücke reicher, wieder in Ansbach an.

An dieser Stelle möchten wir Herrn Mann und Frau Rieß-Mann, sowie Miriam Mann dafür danken, dass sie diese Reise geleitet und uns an fast allen Ausgrabungsstätten selbst geführt haben. Außerdem gilt unser Dank unserem Busunternehmer Robert Ströbel, der uns sicher durch Griechenland chauffiert hat, und unseren Sponsoren, die uns bei der Finanzierung der Fahrt sehr geholfen haben.

F. Keller, S. Klein

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