Den Römern auf der Spur – Mehrtages-Exkursion nach Trier

Am Morgen des 28.03.2019 machte sich der Latein-Kurs der Q11 unter der Leitung von Herrn Leindl und Frau Hollfelder auf die Reise in die älteste Stadt Deutschlands. Dass sich die sieben- stündige Zugfahrt gelohnt hatte, zeigte sich schon beim Fußmarsch zur Jugendherberge: Die schöne Altstadt, die Porta Nigra und nicht zuletzt die Sicht auf die Mosel wussten sofort zu überzeugen.

Vom Frühstück gestärkt starteten wir am nächsten Tag unsere „Seightseeingtour“ durch Trier. Bei strahlendem Sonnenschein schlugen wir uns quer durch die Stadt und betrachteten alle eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten, von A wie Amphitheater bis V wie Viehmarkt. Begleitet wurde dies von interessanten Vorträgen der Schüler und Lehrer. So trug auch ein Schüler einen Teil des lateinischen Gedichts „Mosella“ von Ausonius vor (natürlich stilecht am Ufer der Mosel), dem einzigen antiken Gedicht, das sich ausschließlich einem Fluss widmet. Die Mosel konnte man auch von den oberen Stockwerken der Porta Nigra aus sehr gut sehen. Des Weiteren erhielten wir eine sehr informative Führung durch das Rheinische Landesmuseum, in dem auch das „Neumagener Schulrelief“ ausgestellt ist, welches uns nur zu gut aus dem Schulbuch bekannt ist. Völlig erschöpft von der langen Wanderung trafen wir uns noch zu einem romantischen Abend an der Mosel.

Am nächsten Morgen wurden wir von einem Bus abgeholt und fuhren an der landschaftlich herrlichen luxemburgischen Grenze entlang zunächst zur Villa Nennig. Von dieser ist nur noch der schönste und größte Mosaikboden nördlich der Alpen erhalten. Auch der Villa Borg statteten wir einen Besuch ab, bei welchem wir mit einem Traubensaft nach römischer Art empfangen wurden. Die Villa Borg wurde auf ihren Grundmauern wiederaufgebaut und so eingerichtet, wie es zur damaligen Zeit gewesen sein muss. So bekamen wir einen Eindruck davon, wie die Römer lebten. Anschließend fuhren wir weiter, um die Saarschleife zu besichtigen. Bei bestem Wetter hatten wir einen wunderbaren Blick auf die „schönste Flusschleife Deutschlands“, und natürlich wurde diese Gelegenheit auch dazu genutzt, ein paar schöne Erinnerungsfotos zu schießen. Der krönende Abschluss unserer Trier-Fahrt war das römische Abendessen im Restaurant Domstein. Zum Drei-Gänge-Menü wurde mulsum gereicht, ein wohlschmeckender römischer Honigwein.

Am Sonntagmorgen traten wir dann unsere Heimreise an und erreichten trotz ausgefallenem Zug pünktlich den heimischen Bahnhof. Während der Rückfahrt bot sich uns die Möglichkeit, an einem Quiz über Trier und seine Sehenswürdigkeiten teilzunehmen, welches zwei Schülerinnen aus den Informationen der gehaltenen Vorträge zusammengestellt hatten. Die Siegerin, Julia Dietrich, wurde in der darauffolgenden Lateinstunde geehrt und erhielt eine römische Venusstatue als Preis.

Uns allen bleibt diese Trier-Fahrt sicherlich noch lange in guter Erinnerung, denn nicht nur die Stadt und das Programm waren toll, sondern auch die Gemeinschaft.

 

Text: Caroline Hanselmann; Bilder: Melissa Memić, beide Q11