IAA 2017

Eine Exkursion des W-Seminars "Auto und Straßenverkehr" am 20.09.2017

Zu Beginn des Seminars sollten sich die Teilnehmer/-innen auf der größten Automobilmesse Europas einen Überblick über aktuelle Themen rund um das Automobil verschaffen und Inspirationen für mögliche Seminararbeitsthemen sammeln. Dazu haben sich alle vorab auf den Ausflug vorbereitet und sich einen Aspekt ausgesucht, über das sie hier nun berichten:

Autonomes Fahren (L. E.)
Wir alle reden vom „Autonomen Fahren“, der Mobilität der Zukunft. Um das zu erreichen gibt es allerdings noch viel zu tun. Im Grunde sollen immer mehr perfektionierte Assistenzsysteme im Auto verbaut werden, um dem „Fahren von Morgen“ näher zu kommen, und genau das macht die Assistenzsysteme so interessant für mich.

Autonomes Fahren im E350e

Es gibt im Großen und Ganzen zwei Kategorien an Assistenzsystemen, die Komfortsysteme und die Sicherheitssysteme. Wie ich auf der Messe sehen konnte sind alle großen Automobilhersteller, wie z.B. VW, Mercedes, Audi und BMW auf dem ungefähr gleichen Stand an Systemen. Es war mir sogar möglich in einem Fahrzeug, der E-Klasse von Mercedes, mitzufahren und einige neue Assistenzsysteme hautnah mitzuerleben. Im Plug-in-Hybrid E 350 e wurden mir zuerst verschiedene Sicherheitssysteme gezeigt, auf die ich in diesem Bericht eingehen möchte.
Das Auto konnte in bestimmten Situationen, wie zum Beispiel auf der Autobahn autonom geradeaus fahren, die Spur halten und den Abstand zum Vordermann regeln, auch eine Notbremsung ist bei 100 km/h unfallvermeidend möglich, bis 130 km/h kann dadurch die Unfallschwere drastisch reduziert werden, dieser sogenannte „Stauassist“ ist die Weiterentwicklung auf Basis des bewährten Lane Assist und der automatisierten Distanzregelung ACC.

Schautafel Car-to-X-Kommunikation

Auch im normalen Straßenverkehr ist es dem Auto möglich autonom zu agieren, durch Kameras kann das Fahrzeug dreidimensional sehen und so beispielsweise einen Fußgänger präzise detektieren. Auch eine kritische Auffahrsituation kann erkannt werden. Ist dies der Fall, warnt das System den Fahrer mehrmals, bei Ausbleiben einer Reaktion leitet das System automatisch den Bremsvorgang ein („Front Assist“). Ein weiteres sehr wichtiges Sicherheitssystem wäre noch der „Emergency Assist“, dieser erkennt die Fahruntüchtigkeit des Fahrers und kann das Fahrzeug dann in der Spur halten und selbständig zum Stillstand bringen.
Ich habe erfahren, dass wir mit unserer Technik auf Stufe 3, dem hochautomatisierten Fahren, sind. Man rechnet damit, dass 2018 die ersten Autos für die Autobahn auf dem Markt sein werden. Für Landstraße und Stadt gilt dies aber nicht, auf diesen sind wir noch auf Stufe 1, dem assistierten Fahren, und Stufe 2, dem teilautomatisierten Fahren.
Bis wir Stufe 5, das Fahrerlose Auto, erreichen, müssen wir uns noch mindestens bis 2025 gedulden, auch die rechtlichen Barrieren müssen noch geklärt werden und ethische Fragen beantwortet, doch ich bin mir sicher die Reise dorthin wird spannend.
Selbstverständlich ist das nur ein kleiner Einblick der so großen und faszinierenden IAA, doch um alle Eindrücke und alles neu Erfahrene aufzuzählen, bräuchte es wohl mehr als eine Seite.

Neue Automobilhersteller und Innovationen (B. E.)

Borgward Isabella Concept

Die Themen, mit denen ich mich besonders auf der diesjährigen Automobilausstellung beschäftigt habe waren „neue Automobilhersteller und Innovationen“. Bemerkenswert waren hierbei vor allem drei Hersteller, die alle in Asien gegründet wurden. Der wohl interessanteste unter ihnen ist „Thunder Power“, ein taiwanesischer Tesla-Konkurrent, welcher verspricht in naher Zukunft ein Elektroauto zu veröffentlichen, das mit einer maximalen Reichweite von 650km und einem verhältnismäßig niedrigen Preis überzeugt. Auf die Frage, welche Innovationen dies möglich machen, wurde wie bei den meisten Hersteller auf Geheimhaltung verwiesen. Es ist kein Wunder, dass in Zeiten des Abgasskandals alle neueren, auf der IAA vertretenen Automobilhersteller Elektroautos in ihrem Sortiment haben oder sich nur auf diese spezialisieren.

Technikdemonstration Borgward BX5

Aus Reihe der kürzlich gegründeten Autohersteller fällt auf den ersten Blick „Borgward“, doch die traditionsreiche Marke wurde von chinesischen Investoren wieder zum Leben erweckt. Auch diese Marke wollte ungerne Innovationen preisgeben. Trotzdem zeigten sie am meisten Interesse uns näherzubringen, wie ihre elektronischen Fahrzeuge funktionieren. Gerade diese Tatsache, zeigt welche Zukunft dem Elektromotor vorhergesagt wird. Der Ausflug mit dem W-Seminar auf die IAA war unheimlich spannend und zugleich sehr schön, auch wenn die Gesprächsbereitschaft mancher Autohersteller teils zu wünschen übrig ließ.

Autonomes Fahren (F. E.)
Mein zu bearbeitendes Thema auf der diesjährigen IAA war das autonome Fahren. Hierzu konnte ich schon ziemlich am Anfang des Tages einen Test durchführen, bei dem mir eine Brille, wie man sie von modernen Konsolen kennt, aufgesetzt wurde. Dadurch tauchte ich in eine völlig neue Welt ein und befand mich in einem vollautomatischen Auto. Zu sehen war das autonome Fahren, was – laut vielen Vertretern der Automarken – in ein paar Jahren Standard sein wird. Ich musste mich also überhaupt nicht auf das Fahren konzentrieren, sondern durfte mich an verschiedenen angebotenen Extras ausprobieren. Beispielsweise war es möglich, die Umgebung zu verändern, wodurch ich mich dann im Wald oder mitten in der Wüste befand. Beeindruckt von der interessanten Simulation war mein nächstes Ziel die Halle, in der Mercedes vertreten war. Dort zu sehen war ein Prototyp eines vollautomatischen Modells, was das autonome Fahren möglich machen soll, doch auf die Frage, wann ein solches Auto denn auf dem Markt erscheinen würde, bekam ich keine richtige Antwort, wurde aber dafür mit Prospekten überhäuft. Auch bei Audi und BMW konnte ich mir kaum Informationen einholen. Es bleibt also abzuwarten, wann die von vielen belächelten Träumereien über das autonome Fahren zur Realität werden.

Car-to-car-Kommunikation (M. J.)
Ich habe mich besonders mit dem Thema ,,car-to-car connecting“, also mit der Verbindung und Kommunikation zwischen einzelnen Fahrzeugen, beschäftigt. Leider konnten mir fast alle Vertreter der Autokonzerne nichts oder kaum etwas darüber erzählen. Doch gab es zwei Mitarbeiter, die mir genaueres über das Thema sagen konnten. Ein Techniker von VW meinte, dass man erst einen gewissen Standard haben sollte, bis man darüber überlegen soll, da zurzeit sowieso ein sehr geringer Anteil aller Autofahrer mit modernen Fahrzeugen unterwegs sind. Außerdem sagte er, dass man erstmal die Vernetzung mit Auto und Smartphone bzw. Auto und Internet standardisieren sollte, bis man mit der Verbindung zwischen Auto und Auto nachdenkt. ,,Sicher wird es sowas irgendwann einmal geben, doch wird das noch lange Zukunftsmusik sein“ erwähnte dieser.
Ein Mitarbeiter von BMW konnte mir jedoch berichten, dass der bayerische Autohersteller schon daran arbeitet und testet. Als Beispiel nannte er mir, dass als man in einem Testwagen eine Vollbremsung vollzog, in den dahinter fahrenden Fahrzeugen dies gemeldet wurde, damit der Fahrer rechtzeitig reagieren kann, um Unfälle zu verhindern. Auserdem erwähnte er, dass es eigentlich sowas in kleiner Form schon gibt. Ein Beispiel dazu ist der Staumelder, der heutzutage in fast allen Navigationsgeräten verbaut ist. In einem gewissen Zeitabstand schicken viele Geräte Informationen (z.B. Geschwindigkeit, Standort usw.) an eine Zentrale, die diese Informationen verarbeitet und an die ganzen anderen Geräte sendet. So weiß das Navigationsgerät dann, dass es einen Stau gibt und diesen, wenn es zeitlich sinnvoll ist, umfahren muss. Insgesamt also ein recht spannendes Thema, das in Zukunft bestimmt an Bedeutung gewinnen wird.

Brennstoffzelle (J. K.)
In Deutschland kommen immer mehr Elektroautos auf den Markt unter denen nicht alle lediglich durch eine Batterie betrieben werden. Immer häufiger werden auch sogenannte Hybrid-Autos, welche meist mit einer Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor arbeiten, somit jedoch wieder Abgase ausstoßen. Auf der diesjährigen IAA konnte man jedoch erstmals ein Hybrid-Auto mit einer Kombination der Brennstoffzellen- und Batterietechnik zu Gesicht bekommen, welches sich bald vollkommen emissionsfrei auf unseren Straßen fortbewegen könnte.

Mercedes GLC F-Cell

Ich fand dieses Konzept äußerst Interessant und hatte mich deshalb dazu entschlossen, mir davon ein genaueres Bild zu machen. Der sogenannte GLC F-CELL wurde auf der IAA weltweit erstmals vorgestellt und so gab es auch einige, die bereit waren, einem das neue Modell näher zu bringen, was leider nicht immer selbstverständlich war.
Im hinteren Teil des Fahrzeuges befinden sich der Elektromotor sowie der Lithium-Ionen-Akku und einer der beiden Wasserstofftanks, die Brennstoffzelle wurde hingegen im vorderen Teil des Wagens untergebracht. Diese soll für eine Reichweite von bis zu 437 km sorgen und eine volle Batterie für weitere 50 km.
Ziemlich am Anfang wurde ich auch schon auf einen großen Vorteil der Brennstoffzellentechnologie aufmerksam gemacht: Man wird die maximal 4,4 kg Wasserstoff in nur 3 Minuten tanken können, was einen großen Unterschied zu den herkömmlichen Elektroautos darstellt. Als man dann jedoch auf Wasserstofftankstellen zu sprechen kam, wurde schnell klar, dass das Netz momentan noch sehr dünn ist, was eines der größten Probleme darstellt.
Damit, je nach Fahrsituation, ein möglichst effektives Zusammenspiel der beiden Energiequellen gewährleistet werden kann, soll es vier verschiedene Betriebsarten geben. Außerdem kann der GLC F-CELL dank des E-Motors gegenüber konventionellen Brennstoffzellen-Autos auch rekuperieren, also Energie beim Bremsen zurückgewinnen und im Akku speichern.

Antriebsstrang des GLC F-Cell

Insgesamt wurde klar, dass einiges versucht wird um alltagstaugliche und familienfreundliche, dennoch emissionsfreie Fahrzeuge zu entwickeln, worin deutsche Automobilhersteller im internationalen Vergleich bis jetzt jedoch noch weit zurückliegen. Leider hatte ich auf der Messe auch den Eindruck, dass man insgesamt noch sehr an Verbrennungsmotoren festhält. Maßgebend für einen Erfolg der Elektromobilität wäre sicher auch eine flächendeckende Infrastruktur, weshalb verschiedene Unternehmen aktuell auch versuchen, diese deutlich auszubauen.
Alles in allem ist zu sagen, dass es sehr interessant war, auch andere zukunftsträchtige Alternativen zu konventionellen Elektroautos zu sehen, und die vielen, gleich am Anfang unseres Seminares gesammelten Eindrücke, werden später sicher auch hilfreich sein.

Die Marke BMW (S. M.)

BMW i8

Nach den Abgasskandalen der letzten Jahre ist es kein Wunder, dass nahezu alle Marken vor allem ihre Elektroautos zur Schau stellten, so auch BMW. Mit den beiden i-Modellen wird mit dem i3 ein für den „Normalkunden“ finanzierbarer Kleinwagen angeboten und mit dem i8 einen Coupé, der im höheren Preissegment liegt.

BMW i3s

Eine Neuvorstellung gab es auch: mit dem i3s wurde die Sportversion des schon genannten i3 der Welt erstmalig präsentiert. Das Auto leistet im Vergleich zum i3 etwas mehr und hat eine höhere Endgeschwindigkeit. Einen Hingucker gab es mit der i8 Memphis Style Edition, eine limitierte Sonderedition mit einem ausgefallenen Design, das von Lapo Elkann entworfen wurde. Technische Änderungen bringt diese Version des Autos allerdings nicht mit sich.

BMW i8 „Memphis“

Natürlich beschäftigt sich auch BMW mit der Zukunft, mit dem i Vision Dynamics wurde auf der IAA das Konzept zur Fortsetzung der i-Modellreihe erstmalig präsentiert, dabei handelt es sich um den zukünftigen i5, der allerdings erst in einigen Jahren auf der Straße zu sehen sein wird. Was man auf der IAA von dem Auto zu sehen bekam, war nur lediglich eine „leere Hülle“, da im Auto keinerlei Technik verbaut war. Grund dafür ist sicherlich auch, dass im Wagen autonomes Fahren auf dem Level 4 integriert werden soll, was heißt, dass das Auto von selbst fährt, ein Fahrer aber noch eingreifen muss, wenn das System Aufgaben nicht mehr bewältigen kann.

BMW iVision Dynamics

Außerdem wurde mit dem Z4 Concept, die dritte Generation der Z4-Modelle vorgestellt, die dann nächstes Jahr auf den Markt kommt.

Zur IAA muss ich sagen, dass es schwer war, an Informationen zu kommen, was aber irgendwo auch verständlich ist, weil die Absicht der Hersteller lediglich auf der Präsentation, nicht der Information lag. Es war beeindruckend, die Masse an Autos zu sehen und es war spannend, die verschiedenen Konzepte der Autohersteller zur „Elektrifizierung“ ihrer Autos zu betrachten.

Autonomes Fahren (H. S.)
Für viele Personen ist das autonome Fahren noch eine Wunschvorstellung. Jedoch sind die meisten neueren Fahrzeuge schon mit Fahrassistenzsystemen ausgestattet, die einem zum Teil das Fahren abnehmen oder erleichtern. Diese Systeme sind der Weg zum autonomen Fahren.
Zu diesem Thema hatten vor allem die größeren Automobilhersteller wie VW, Audi und Mercedes, Prototypen für autonomes Fahren vorgestellt. VW zeigte drei neue Autos der „I.D. Family“. Diese neue Reihe von VW wirbt mit dem Slogan: „Wir bringen die Zukunft in Serie“. Diese drei Fahrzeuge versprechen ein Elektrofahrzeug zu sein, null Emissionen zu haben, vollautomatisiertes Fahren zu ermöglichen, Rundum-Vernetzung zu besitzen und individuelle Fahrfreude zu garantieren.

Audi Aicon

Audi stellte das neue Modell „Aicon“ vor. Auffällig bei diesem ist, dass kein Lenkrad mehr verbaut wird, also der Fahrer gar nicht mehr in das Fahrgeschehen eingreifen kann. Bei den drei Modellen von VW ist dies jedoch noch der Fall. Der Fahrer kann das Lenkrad einfahren, jedoch auch noch selbst lenken.
Auch Mercedes-Benz trägt zum Thema „autonomes Fahren“ bei. Mercedes-Benz stellte den Prototypen F015 mit dem Text „Luxury in Motion“ vor.

Navya Arma

Der französische Hersteller Navya stellte den Bus Arma vor. Dieser ist 100% elektrisch und fährt autonom. Im Oktober 2015 wurde dieser schon vorgestellt. Der Bus kann bis zu 15 Passagiere mitnehmen und fährt sicher bis zu 45 km/h. Kleinere Automobilhersteller, wie Suzuki und Kia hatten zu diesem Thema keine Autos ausgestellt und auch keine Informationen gegeben.
Autonomes Fahren ist nicht mehr so weit weg, wie man denkt. Durch die Assistenzsysteme wird jetzt schon das Fahren erleichtert und in Zukunft immer mehr abgenommen. Die IAA 2017 hat viele Eindrücke gegeben, jedoch war es sehr schwer spezielle Informationen zu bekommen und wenn, hat man meistens nur einen Prospekt in die Hand gedrückt bekommen.

Electric Drive (J. W.)
Leider war die New Mobility World nicht mehr für Besucher zugänglich, so dass unsere Hoffnung, Informationen auf kurzen Wegen über automatisiertes Fahren, vernetzte Fahrzeuge, urbane Mobilität, Mobilitätsdienstleistungen, sowie Elektromobilität im Keim erstickt wurde. Jetzt hieß es, sich erst einmal in den Hallen zu orientieren, um geeignete Objekte beziehungsweise Ansprechpartner zu finden. Leider machten es uns die Verkäufer nicht gerade leicht, an Informationen zu gelangen. Meist gingen sie von einem gewissen Fachwissen aus, welches bei uns leider nicht vorhanden ist. Außerdem wollten sie sich eher an potenzielle Kunden wenden. Erst nachdem wir erklärten, dass wir die Informationen für eine Seminararbeit benötigen, wurden uns bereitwillig Auskünfte erteilt. Ich habe mich mit „electric drive“ beschäftigt, dem Fahren mit Elektroautos. Uns wurde erklärt, dass die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugantriebe wichtig sei, um die CO2-Emissionen und die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Außerdem stellt das Bundesforschungsministerium für Themen der Elektromobilität ca. 83 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Insbesondere werden auch deutsche Hochschulen in Elektrochemie (Batterieforschung) gefördert. Die Automobilhersteller arbeiten noch mit verschiedenen, in ihren Fahrzeugen verbauten Akkus. Hier hörte ich von einigen Akkutypen, zum Beispiel dem Zebra-Akku (Natrium-Nickelchlorid-Akku) oder dem in Toyotas und Lexus Hybridautos verbauten Nickel-Metallhydrid-Akku. Am meisten wird derzeit jedoch ein anderer Akku verbaut, der sogenannte Lithium-Ionen-Akku. Außerdem forschen die Hersteller noch an einem Lithium-Metallpolymer Akku, der noch nicht auf dem Markt ist. Es macht sich stark bemerkbar, dass am emissionsfreien Fahren geforscht wird, da verstärkt Elektroautos ausgestellt waren. Die Zukunft hat begonnen.

Assistenzsysteme (P. W.)
Im Rahmen des Besuches der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) habe ich mich näher
mit den aktuell serienmäßig in Autos verbauten Assistenzsystemen beschäftigt. In der Halle des VW-Konzerns, rund um die Marken VW, Audi, Seat, Skoda, Porsche, Bentley, Lamborgini und Bugatti, bekam ich nur recht wenig Informationen, dagegen erhielt ich bei Mercedes freundlicherweise Auskunft über verschiedene Assistenzsysteme.
Einparkassistent: Bei den neuesten Systemen erfasst das Fahrzeug im Vorbeifahren den Parkplatz und manövriert das Auto dann selbst in die Lücke. Der Fahrer ist nur für das Gasgeben verantwortlich. Dieses System ist für einige Hundert Euro zu haben.
Parkfernsteuerung: Dies ist eine Erweiterung zum Parkassistenten. Hierbei braucht der Fahrer nicht im Auto sitzen,
sondern kann neben dem Auto stehend das Fahrzeug via Handy-App in Parklücken dirigieren. Dieses System ist bislang nur in teuren Fahrzeugklassen, wie z.B. beim 7er BMW, erhältlich. VW möchte dieses System bald serienmäßig in Neuwagen verbauen.
Spurhalteassistent: Hier wird zwischen dem System ohne (Lane Depature Warning System) und dem mit Lenkunterstützung (Lane Keep Assistent System) unterschieden . Beim LDWS wird die Fahrspur, auf dem das Auto fährt, überwacht. Überquert das Auto die Fahrbahnmarkierung, wird der Fahrer gewarnt. Beim LKAS wird der Fahrer nicht nur gewarnt, sondern das Auto unterstützt den Fahrer mit leichten Lenkeingriffen.
Notbremsassistent: Mithilfe von Sensoren erkennt das System z. B. einen drohenden Auffahrunfall und warnt den Fahrer. Wenn der Fahrer nicht reagiert, bremst das Auto automatisch. Aufwendige Systeme, wie sie z.B. Mercedes herstellt, reagieren auch bei Fußgängern, Fahrradfahrern oder Tieren.
Adaptiver Tempomat: Das System hält nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch den Abstand zum Vordermann.
Diese Funktion wird Adaptive Cruise Control (ACC), zu deutsch Adaptive Geschwindigkeitsregelung, genannt. Sie ermöglicht sogar im Stop-and-Go-Verkehr selbständiges Anfahren (Stauassistent). Mercedes baut bereits seit 1999 das erste System dieser Art in der S-Klasse ein.
Blind-Spot-Assistent: Dieser Assistent überwacht, wie es der Name bereits verrät, den toten Winkel. Nähert sich hier ein Fahrzeug, wird der Fahrer bei den meisten Modellen über ein Lämpchen im Spiegel gewarnt, nicht die Spur zu wechseln.
Des weiteren gibt es den Kreuzungsassistent und den Abbiegeassistent, als eine Erweiterung des
Notbremsassistenten, den Ausparkassistent, als eine Erweiterung des Blind-Spot-Assistenten, Sprachsteuerung, Nachtsichtassistent und Müdigkeitswarner sind weitere Assistenzsysteme, die schon jetzt serienmäßig in Neuwagen integriert sind.