Frühzeit der Schule bis 1736

Vorläufer der 1528 durch Markgraf Georg den Frommen gegründeten "Lateinischen Schule"

Die Stiftsschule

Nachweisbar seit dem 11. Jahrhundert; unter dem Scholastikus, der gleichzeitig Rechtsvertreter des Stifts ist, wird der“rector puerorum“ bestellt; neben seiner Schultätigkeit beschäftigt letzteren das Amt eines „notarius publicus“, in dem er sowohl die Gerichtsurkunden des Kapitels wie die Urkunden für die Einwohner abzufassen hat.

Die Pfarrschule bei St. Johannis

Ihre Existenz geht aus den Verhandlungen über die Gründung der neuen Lateinschule im Jahre 1528 hervor.

Die Lateinische Schule von 1528 – 1736

Seit März 1528 endgültige Einführung der Reformation; Stadtpfarrer Althamer regt Gründung einer Trivial- oder Partikularschule an; Kanzler Vogler tritt bei Markgraf Georg für die Verwirklichung des Gedankens ein.

Ein fürstlicher Erlaß vom 5. Oktober 1528 belegt die Existenz der neuen Schule; das genaue Gründungsdatum ist unbekannt.

Der erste Rektor, Obsopoeus, Humanist, Übersetzer der deutschen Schriften Luthers ins Lateinische, Prinzenerzieher (Albrecht Alcibiades) ist gleichzeitig Professor der in Ansbach von 1529 – 1539 bestehenden Hochschule.

Im ersten Jahrzehnt nach der Gründung gibt es Schwierigkeiten bei der Besoldung der Lehrer, der Unterbringung der Schule; „Mängel und Fehler in der Schule des wohlgelehrten und hochberühmten Herrn Obsopoeus“.

 

Organisation: Einteilung in 3 Klassen

Lehrgegenstände:
Unterklasse Lateinische Grammatik des Donatus Katechismus; Glaubensbekenntnis; Zehn Gebote; Chorgesang für den Kirchendienst
Mittelklasse Lateinische Sentenzen Lektüre des Terenz; Chorgesang
Oberklasse Gespräch des Erasmus Syntaxlehre; Grammatik Melanch- thons Briefe Ciceros Chorgesang